Lambic und Geuze

Ein traditioneller Bierstil, wie er heute nur noch in einem eng begrenzten Gebiet in der Umgebung von Brüssel, dem sogenannten Pajottenland gebraut wird.

 

Das besondere an diesem Bierstil ist die "Verwendung" wilder Hefen, die während des Brauprozesses spontan die Stammwürze besiedeln. Diese Hefe aus der Familie Brettanomyces ist für den besonderen Geschmack verantwortlich.

 

Die Besiedelung erfolgt während der Abkühlung der Stammwürze, die nach dem Kochen dieses Malz/Wasser/Hopfen-Gemischs in ein großes, offenes Becken, das Koelschip, gefüllt wird und dort über Nacht abkühlt. Durch die offenen Fenster gelangt die Umgebungsluft und mit ihr die Hefe in direkten Kontakt mit der Stammwürze woraufhin die Hefe beginnt, den darin enthaltenen Zucker zu verzehren und sich zu vermehren. Nach der Abkühlung wird das Gebräu in Holzfässer abgefüllt. Darin wird sich die Hefe weiter vermehren, bevor nach einiger Zeit die Fässer verschlossen werden. Anschließend beginnt die alkoholische Gärung. Der Gärvorgang kann bis zu vier Jahre dauern und ergibt das sogenannte Lambic oder Lambik.

 

Eine Geueze wird durch Mischung unterschiedlich alter Lambics und anschließender zweiter Gärung in der Flasche hergestellt.

 

Ein Fruchtlambic durch die Zugabe von Früchten (ca. 30%) in das Faß mit dem Lambic und weiterer Gärung für mehrere Monate.